Kindeswohl und Umgangsrecht – Forschungsgruppe PETRA realisiert bundesweite Studie im Auftrag des BMFSFJ

Wie wirken sich die unterschiedlichen Betreuungsmodelle nach der elterlichen Trennung auf das Wohl des Kindes aus? - Eine Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

Jedes Jahr sind rund 200.000 Kinder von der Scheidung/Trennung ihrer Eltern betroffen.

 

Studienergebnisse belegen eindeutig, dass es sich hierbei für die meisten Kinder um ein einschneidendes Lebensereignis handelt. Je nachdem, wie Eltern die Betreuung ihrer Kinder im Anschluss an die Trennung ausgestalten, können für Kinder weitere Belastungen hinzutreten.

 

Die in Deutschland am häufigsten praktizierte Betreuungsregelung besteht im Residenzmodell, bei dem die Kinder meist bei der Mutter wohnen, und an den Wochenenden Kontakt zum Vater haben. Daneben etablieren sich zunehmend weitere Umgangsregelungen, wie beispielsweise das Wechselmodell, das durch eine wechselnde Betreuung durch beide Elternteile gekennzeichnet ist.

 

Wie sich die unterschiedlichen Betreuungsmodelle nach der elterlichen Trennung auf das Kindeswohl auswirken, möchte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jetzt untersuchen lassen.

Hierzu wurde die Forschungsgruppe PETRA in Kooperation mit dem Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen beauftragt.

 

Im Rahmen der Studie werden Trennungsfamilien, Familiengerichte und Beratungseinrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in ganz Deutschland befragt. Im Fokus stehen insbesondere das Kindeswohl, die Auswirkungen häuslicher Gewalt, die Qualität der Beratungsleistungen für Trennungsfamilien sowie die Frage, wie gut familiengerichtliche Entscheidungen am Wohl des Kindes orientiert sind.

 

Das Ziel der Studie besteht darin, eine empirische Grundlage dafür zu schaffen, Umgangsregelungen nach Trennung stärker am Wohl und an den Bedürfnissen von Kindern anzupassen und Belastungen zu vermindern.

 

Ansprechpartner für mehr Informationen:

 

Dr. Stefan Rücker, Forschungsgruppe PETRA

 
 
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